Hajk am 22. Juni 2001 in Simonswald
Das Wandern ist des Royalies Lust (Frust)...
Am 22. Juni trafen wir uns (15 Royal Ranger) am Gemeindezentrum und fuhren von dort aus nach Simonswald bei Waldkirch.
Nach der Ankunft schnallte sich jeder seinen tonnenschweren Rucksack auf und dann starteten wir unsere Tour um
genau 16.20 Uhr. Die nächsten drei Stunden verbrachten wir damit, steil bergauf zu wandern und sämtliche Gipfel
(naja eigentlich nur 2: Höllberg und Schultiskopf) zu erklimmen. Unsere Oldies Petra und Wilfried versuchten
mit uns Schritt zu halten. Sie strotzten zwar nicht vor Energie wie wir, aber sie hielten sich tapfer. Zugegeben, auch einige
von uns musste man den Berg hochziehen, schleppen und schieben... Um halb acht erreichten wir unseren Schlafplatz, der mitten
auf einer Wegkreuzung lag.
Die Mädchen vom Blaumeisen-Team schliefen (tapfer) vor einem Holzstoß. Die Füchse konnten es
wieder einmal nicht lassen und mussten ihre Pfadfinderkenntnisse unter Beweis stellen, indem sie sich ein Biwak (sah aus wei
eine klapprige Hundehütte) bauten.
Plötzlich hörten wir einen Entsetzensschrei. Wilfried hatte in seiner Eile zu Hause den Schlafsack mit einem viel
zu dünnen Fleece-Sack verwechselt. Am Lagerfeuer erzählten wir Geschichten, spielten Teekessel und dabei
wärmten wir uns. Nach sternenklarer, kühler Nacht sind wir am Morgen (fast) frisch und munter aufgewacht. Wir wanderten
ohne Frühstück gleich weiter, weil wir für unser Milchpulver noch frisches Wasser brauchten.
Bei frischer Milch(?), fast frischem Brot und ausgelaufener Marmelade ließen wir es uns schmecken. Im Laufe des Morgens
fanden wir einen wunderschönen Bach, an dem wir Zähne putzten, Haare wuschen und die Wasservorräte auffrischten.
Schon um 14 Uhr waren wir an unserem zweiten Übernachtungsplatz. Genug Zeit für Erholung. Ganz in der Nähe
starteten Gleitschirmflieger, die wir beobachteten. Abends gabs Maultaschen und Tortellinis, fast wie im Hotel. Wilfried erzählte
uns noch eine Geschichte von einem jungen Mann, der wegen seinem Glauben an Gott im Gefängnis saß.
Die Nacht war angenehm warm und windstill. Nach einem ausgiebigen Frühstück wuchteten wir wieder unsere ca. 1014
kg schweren Rucksäcke auf den Rücken und machten uns auf den Weg zum Hörnleberg. Nach einem kurzen, aber saftigen
Aufstieg erreichten wir das Ziel. Dort gab es ein Kiosk, das wir erbarmungslos plünderten. Uns graute schon
vor dem langen Abstieg nach Simonswald. Die Befürchtungen bestätigten sich. Unsere Zehen schrumpften auf halbe Länge.
In praller Sonne, total nassgeschwitzt wanderten wir mit neidischen Blicken am Simonswälder Schwimmbad vorbei. Kurz danach
erreichten wir mit müden Knochen, aber stolz das Ziel, wo auch schon einige Eltern auf uns warteten.
Herausforderung Hajk geschafft!!! Huh!!!
Judith, Anna und Lukas
|