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Aktualisiert:
20.04.2005

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Frauenabend – ist das was für mich?

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Die aktuellen Termine finden Sie in der Übersicht der Veranstaltungen.

Wenn genauere Infos zu den Themen vorliegen, veröffentlichen wir diese hier.

Rückblick

Verschiedenartigkeit muss nicht trennend sein – Bericht von unserem 20. Frauentag am 16. Februar 2001

Kontakt

Kommen Sie einfach beim nächsten Frauenabend vorbei – Sie sind jederzeit herzlich willkommen – auch ohne vorherige Anmeldung!

Wenn Sie Fragen oder Vorschläge haben oder Ihre Meinung zu einem der Frauenabende mitteilen möchten, rufen Sie am besten entweder bei Anita Seither an (Tel. 07633-82388) oder senden Sie uns Ihre Nachricht mit dem Web-Formular. Wir freuen uns immer darauf, von Ihnen zu hören!

 

Verschiedenartigkeit muss nicht trennend sein!

So lautete das Thema des ersten Frauenabends im Jahr 2001 und gleichzeitig des 20. Frauenabend unserer Gemeinde. Zum kleinen Jubiläum sind, wie auch sonst bei den Frauenabenden, sehr viele Frauen aus der ganzen Regio gekommen. Auch das Alter unserer Besucherinnen war gut gemischt: von unseren Teenies, die beim Anspiel und beim Bewirten beschäftigt waren, bis hin zu einigen Omas.

Die Einleitung war recht „blumig”, denn so bunt und verschieden wie die Blumen in einem Strauß sind auch wir Menschen. Singen wir nun alte Lieder, deutsche oder englische? Diese alte Gemeindefrage wurde durch ein Anspiel wieder neu aufgerollt und von verschiedenen Seiten beleuchtet – mit dem Fazit, dass eine Einigung wirklich schwer zu finden ist.

Die Sprecherin, Arlette Block aus der Vineyard-Gemeinde Basel, verstand es, alle Zuhörerinnen für sich zu gewinnen. Verschiedenartigkeit ist spannend: einerseits bereichert es unser Leben, wenn wir Menschen um uns erleben, die „anders ticken”, andererseits kann es jedoch sehr schwierig sein, mit solch ganz anderen Charakteren umzugehen. Da ist es wichtig, zu erkennen, dass die Andersartigkeit weder einen persönlich angreifen will, noch möchte, dass ich mich ebenso verhalte. Den anderen stehen lassen und ihn so akzeptieren – genau das ist es ja, was uns so schwer fällt. Wenn wir uns klar machen, warum der andere so ist, welche Geschichte er mit sich bringt, kann es schon leichter sein. Außerdem hilft es ungeheuer, sich ein wenig in die Typologie zu begeben und genau anzuschauen, welche Ausprägungen die unterschiedlichen Charaktere haben. Natürlich gibt es keinen Charakter in Reinform – wir haben alle von allem ein wenig mitbekommen!

Wir begaben uns nicht auf die Reise ins Altertum, in dem Aristoteles lehrte, dass einfach in unseren Adern unterschiedliches Blut fließt: beim Choleriker kocht die gelbe Galle, der Phlegmatiker hat Schleim in seinen Adern, der Melancholiker schwarze Galle und der Sanguiniker einfaches Blut. Arlette Block stellte uns andere verschiedene Typen vor. Der Näheliebende würde glatt einen geschenkten Aufenthalt allein in den Alpen (nach dem Motto: die Alpen, der Schnee und ich) verschmähen, denn die Einsamkeit würde ihn krank machen. Er braucht den direkten Ansprechpartner, die Person, mit der er alles teilen kann. Der Distanzliebende hingegen macht am liebsten alles mit sich selber aus. An ihn ist es schwerer dran zu kommen, denn er braucht seine Ruhe. Er ist ein guter Denker und Tüftler, eine Führungspersönlichkeit. Wenn dich dein Mann überrascht: „Schatz, pack die Koffer, wir verreisen übers Wochenende!”, gehört er sehr wahrscheinlich zu den Freiheitsliebenden. Er ist sehr spontan und hasst nichts mehr als die Regelmäßigkeit. Ganz im Gegensatz zum Sicherheitsliebenden, der gerne jedes Jahr an den gleichen Urlaubsort fährt, denn dann „weiß man, was man hat”.

Es lohnt sich auf jeden Fall, sich die Kassette von diesem Abend anzuhören, die bei Anita Seither erhältlich ist (Telefonnummer siehe rechts) – auch für Männer. Denn einander in unserer Unterschiedlichkeit stehen zu lassen und sogar zu bereichern ist für uns alle ein wichtiger Lernprozess.

Annette Neuland